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Johannes 3,16

by admin on August 27th, 2011

Erzähler: In einer kalten Winternacht stand ein armer Junge frierend auf der Straße in einer Stadt Mittel- Polens. Er ein verwaister, heimatloser junge. Vor kurzem war er mit bösen Kammeraden zusammengekommen, die ihn mit sich auf die Diebeslaufbahn ziehen wollten. Für diese Nacht war ein schlimmer Einbruch geplant, und der Junge war zu einer be¬stimmten Stunde in dieser Straße bestellt worden. Wie er nun so frie¬rend wartete, fühlte er plötzlich die Berührung einer starken Hand auf seiner Schulter. Es war in jener Nacht sehr dunkel, doch konnte er die Gestalt eines großen Mannes erkennen. Zugleich hörte er auch eine freundliche Stimme, die sagte:

Herr: Junge, was tust du hier auf der Straße in dieser kalten Winternacht? Geh heim und zu Bett.

Junge: Ich habe kein Heim, kein Bett und keine Mutter.

Herr: Das ist ja sehr traurig, würdest du denn in ein Haus und in ein Bett gehen, wenn ich dir eins verschaffe?

Junge: Ja, das würde ich sicherlich gerne.

Herr: Nun so gehe schnell in die Fürstenstraße, Nummer 101. Dort wirst du ein Bett finden.

Erzähler: Noch ehe der freundliche Mann weiter reden konnte, wandte sich der Junge schon um, um so schnell wie möglich zu der bezeichneten Straße zu gehen.

Herr: Halt, wie wirst du hineinkommen? Du mußt unbedingt das Lösungswort wissen, denn sonst läßt man dich nicht durch. Kannst du lesen, mein Junge?

Junge: Nein, mein Herr, ich habe doch keine Mutter, die mich zur Schule schickt.

Herr: Nun so merke dir, das Lösungswort heißt: ,,Johannes drei sech¬zehn.” Das ist etwas für dich, mein Junge, das wird wohltun.

Erzähler: Mit großer Freude lief der Junge davon, immer wiederholte er die ihm noch unverständliche Worte ,, Johannes drei sechzehn”, denn er wollte diese nicht vergessen. Er fand auch bald die genannte Straße. Als er aber zur Hausnummer kam, erschrak er, denn er stand vor einem großen Portal.

Junge: Wie soll ich armer Junge nur hier hineinkommen?

Erzähler: Endlich faßte er sich und zog schüchtern die Glocke. Der Hauswächter öffnete.
Wächter: Wer ist da?

Junge: Ich mein Herr, ich bin ,,Johannes drei sechzehn!”

Wächter: Schon recht, das ist die Lösung.

Erzähler: Der Knabe ging fröhlich hinein. Bald war er in einem guten, warmen Bett wie er es wohl noch nie seit dem Tode seiner Mutter gehabt hatte.

Junge: Das ist ein glücklicher Name! Ich will dabei bleiben! Der Herr sagte ja, es würde mir wohltun.

Erzähler: Am nächsten Morgen labte er sich an einer Schüssel warmer Milch und Brot. Und dann mußte er wieder auf die Straße, denn jenes Stadliche Ge-bäude war nur eine Nachtherberge für arme Wanderer. Wie er nun sinnend durch die Straßen schlenderte, in der Hoffnung seine Kam-meraden nicht zu treffen, wurde er plötzlich von einem Auto über¬fahren. Bewußtlos blieb er liegen. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Bald kam der verunglückte Junge zu sich. Auf die übliche Frage, ob er katholisch oder evangelisch sei, antwortete er;

Junge: Das weiß ich selber nicht mehr recht. Bis gestern war ich katholisch aber seit gestern bin ich ,,Johannes 3,16.”

Erzähler: Alle lachten über diese Antwort. In seinen Fieberphantasie rief er immer wieder: ,, Johannes 3,16..” Er sagte, es würde mir wohltun…” Diese eigentümliche Reden machten die anderen Kranken stutzig. Ein neues Testament nach dem anderen wurde herbeigeholt und die Stelle nachgeschlagen und gelesen. Die Worte des Knaben ,, Es hat mir wohlgetan”, machte auf alle Kranken einen tiefen Eindruck. Die Macht des Heiligen Geistes brauchte diesen Spruch aus dem Munde eines unwissen¬den Jungen zur Bekehrung mehrerer Seelen, und es war Freude bei den Engeln Gottes über Sünder, die Buße taten. Langsam kehrte das Bewußtsein bei dem Knabe wieder, Eines Morgens fragte eine Stimme aus dem Bett neben ihm.

1.Kranker: Johannes 3,16 wie geht es dir?

Junge: Was, ihr kennt meinem Namen?

1.Kranker: Jawohl, du hast uns ihn in deinem Fieber genannt, und ich heiße dich: Gesegneter Johannes 3,16 denn ich habe die Stelle in der Bibel nachge-lesen, und sie hat mich gerettet.

Junge: Die Bibel? Was ist das?

Erzähler: Der arme Heimatlose hatte noch nie von diesem Buch gehört.

1.Kranker: Horch! Ich will dir mal Johannes 3,16 aus der Bibel vorlesen. (liest) ,, Also hat Gott…”

Junge: Das ist aber schön! und das ist nicht nur eine Nacht, sondern für immer. Ich habe nicht nur einen neuen Namen, sondern noch etwas dazu.

Erzähler: Bald sollte auch noch eine Seele durch seine herrliche Worte auf den Friedensgrund gebracht werden. Diesmal durfte er mit Bewußtsein des Glaubens das vom Herrn gebrauchte Werkzeug der Rettung sein. Ein alter Mann lag auf einem Bett in der Nähe des Jungen. Eines Morgens kam eine Schwester zu dem kranken Manne und sagte:

Schwester: Ihr seid wohl sehr krank, Patrick ist der Priester schon bei euch gewesen?

2.Kranke: Ach, ja, aber das hat es nur noch schlimmer gemacht, denn er hat mir die Ölung gegeben und nun weiß ich, daß ich sterben muß und dazu bin ich nicht bereit. O was soll ich tun? Mein Gott, erbarme dich, ich bin ein arger Sünder, ich bin nicht bereit zum sterben. Was wird aus mir werden?

Erzähler: Der Knabe hörte das traurige seufzen. Er dachte, er brauchte ein Lös-ungswort, wie ich damals in jener Nacht. Und dann rief er laut genug, so daß der andere es hören und verstehen konnte:

Junge: Patrick, ich weiß etwas, das dir helfen wird; es hat mir auch geholfen.

2.Kranke: Schnell, schnell, sag es mir.

Junge: Es ist Johannes 3,16, wo geschrieben steht: ,,Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf das alle, die an ihn glauben nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

Erzähler: Immer und immer wieder mußte der Knabe diese Worte wiederholen. Der alte Mann verstand sie und fand für seine Seele, mit diesem Lösungswort auf den Lippen ruhe und ging hinüber in die Ewigkeit.
Unser kleiner Freund wurde gesund. Der Herr schenkte ihm Freunde, die ihn in die Schule schickten. Durch Gottes Gnade wurde er ein treuer Diener seines hochgelobten Herrn. Dieses wunderbare Lösungswort gilt auch heute allen Jungen und Alten. Mein lieber Freund, hast Du Frieden mit Gott durch Jesus Christus; der in diese Welt gekommen ist, um alle von Sünden zu erretten, die im kindlichen Glauben und Vertrauen zu ihm kommen? Wenn du noch nicht errettet bist, so tue Buße und glaube an das Evangelium, so wirst du errettet werden!

From → Gnade

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