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Versäumte Gnade

by admin on August 27th, 2011

Erzählen mit leichter Musik….

Autor: Es war ein Stürmischer Winterabend. Die Hausern waren ganz bedeckt mit dem Schnee. In etlichen Häusern brannte noch das Licht. Eine gläubige Witwe, die zwei Kinder hatte, konnte nicht schlafen. Bei einem kleinem Licht ging sie auf und nieder im warten der Tochter Maria. Die schweren Gedanken ließen ihr keine Ruhe. Sie machte sich auch Sorgen wegen ihren Sohn Viktor, der jetzt in die Stadt gezogen ist. Beide Kinder: Viktor und Maria hatten Jesum als ihren persönlichen Erretter noch nicht angenommen. Viktor tröstete öfter seine Mutter in dem er sagte: sie solle sich um ihn keine Sorgen machen, er ist noch jung und will die Welt genießen. Wenn er älter wird, schafft er es auch noch Gott zu dienen. Gerade jetzt, in der dunkler kalten Nacht, ist die Mutter so bekümmert um die Zukunft ihrer Kinder.

(begleitend mit der selben Musik). ….

Mutter: O himmlischer Vater, der du verheißen hast, ein Vater der Weisen und Trôster der Witwen zu sein, erhöre mein Gebet und verschmähe nicht mein flehen. Ich bitte dich, erbarme du dich meiner Kinder. O Vater der Barmherzigkeit, du siehst wie sie dir entgehen und deine Gnade ablehnen und alle meine Arbeit an ihnen vergeblich gewesen ist, lenke doch ihre Sinne und Gedanke himmelwärts. Behüte und bewahre sie auch in dieser Nacht, wie ein Hirte sein Schâflein.

(die Musik wird unterbrochen).

Maria: Mutter! Schläfst du noch nicht?

Mutter: Mein liebes Kind, wie kann ich schlafen, wenn du noch nicht zu Hause bist?

Maria: Ach Mutter, du konntest dich doch einfach hinlegen und schlafen. Was hast du denn bis jetzt gemacht?

Mutter: Ich habe gelesen in der heiligen Schrift und gebetet.

Maria: Das habe ich gewußt, allen Mütter schlafen schon längst, aber du hast keine Ruhe, mit deinem weinen und beten.
Mutter, heute bin ich so glücklich, ich habe meinen Ausweis bekommen. Mit ihm stehen mir alle Wege offen, so das ich überglücklich bin. Mutter du mußt doch verstehen, der Mensch lebt doch nur einmal, und man muß das Leben und die Welt mit ihren Reichtümern genießen, und dieses alles will ich in Anspruch nehmen.

Mutter: Mein Kind, es steht geschrieben, Die Welt vergeht mit ihrer Lust, wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit. Was hülfe es dem Menschen, das er die ganze Welt gewinne und nehme doch Schaden an seiner Seele?

Maria: Ach Mutter, laß doch endlich ab, von dem ein und dem selben erzählen, ich bin zu müde um es zu hören. Alle Menschen leben doch so, und gehen nicht verloren. Das ist alles nur Einbildung was du da erzählst. Na ja, schon Gut, sei nur nicht beleidigt, wenn ich mal älter bin, dann kannst du mir noch immer was erzählen. Jetzt aber hör zu: Bereite mir alles zu was zur Reise dazu gehört. Morgen fahre ich in die Stadt, wann ich zurück komme, kann ich dir nicht sagen.

Mutter: Mein liebes Kind, ich bin doch alt und schwach, wie soll ich allein durchkommen?

Maria: Allein? Die Welt ist doch nicht ohne gute Menschen? Die Nachbarin Anna schaut ab und zu mal rein, ich werde mit ihr sprechen. Und das du dich so schwach fühlst ist gar nicht so schlimm, das ist einfach das Alter. Ich und Viktor, wir sind ja schon erwachsen, da brauchst du dir keine Sorgen machen. Alles ist schön und gut, Mutter, wenn ich gut ankomme und bekomme gute Arbeit, dann hole ich dich zu mir.

Mutter: Mir ist alles klar, mein Kind. Aber verstehe doch endlich das Mütterliche Gefühl, warum zerreißt du mein Herz? Wie sorgfältig habe ich euch erzogen, wieviel schlaflosen Nächte sind hinter mir, wie oft habe ich gebetet kniend vor deiner Wiege und in dein lächelndes Antlitz geschaut bis du eingeschlafen bist. Wie oft habe ich das Stückchen Brot von mir entzogen und euch gegeben. Ich war so glücklich als ihr mich anblicktet mit euren glücklichen Augen und strahlenden Gesichtern. Hoffnungsvoll sah ich euch schon erwachsen, und spürte eure Hilfe und Trost und war dessen gewiß mit euch dem lieben Gott dienen und sich in ihm freuen zu können. Mein Kind, du lebst ohne Gott und wenn die Not dich überfällt dann hast du keinen der dir helfen kann. O ich bitte dich, las dich versöhnen mit Gott, las die Gnade nicht vorüber gehen.

Maria: Mutter, das habe ich gewußt, das du dich wieder aufregst. Du machst so als ob du mich beerdigen willst. Gib dich zufrieden, ich sage dir das Gebet das du mich in Kindheit gelehrt hast, ich denke ich kann es noch:“ Vater unser… Vater unser der du bist in den Himmel. Ich kann mich noch an dein Lieblingslied erinnern. Hör zu ich singe es jetzt. Und du hilfst mir dabei. Ich mag das Lied nicht, weil du es aber so gern singst, so stimmen wir beide an.

( ein Vers singen..)

Mutter: Mein Kind, wir beugen unsere Knie und befehlen deine Reise Gott und seiner Gnade.

Maria: Nein Mutter, ich habe keine Zeit, morgen muß ich früh auf, ich gehe schlafen, gute Nacht.

Musik( Gott wird dich tragen.)

Mutter: Himmlischer Vater, erhöre mein Gebet und klopfe doch an der Herzenstûr meiner Tochter und errete sie.

Musikende

Autor: Der Sturm hat sich gelegt. Es wurde immer kälter. Von weitem hörte man die Hunde bellen. Es war grauenhaft.
Im Hause der Witwe herrschte eine innerliche Unruhe, es schien so als wollte die Nacht kein Ende nehmen. Die Mutter stand immer noch auf den Knien und wiederholte seufzend die Namen ihrer Kinder. Maria konnte auch nicht einschlafen. Sie wälzte sich von einer Seite auf die andere.

Maria: Welch eine lange Nacht……warum kann ich nicht einschlafen? Es ist nicht gut, das ich mit der Mutter nicht gebetet habe. Und wenn ich auch nicht gebetet hätte, aber doch wenigstens mit ihr gekniet. Nein, wozu knien? Und vor wem? Vor Mutter ihren Gott? Wenn es die Leute erfahren werden, so werden sie mich auslachen und sagen:“ Gestern wurde ihr von Kommunistischen Union der Jugend Buch überreicht und jetzt betet sie? Nein! Wozu all diese unruhige Gedanken? ….Aber doch, sollte die Mutter recht haben, gibt es einen Gott,…. ewiges Leben…… Gericht… die Verantwortung fûr die Sünde?…….

Musik

Sollte aber die Mutter doch recht haben? ……….. Gott ……….. Hölle ……..Gericht …… o das ist schrecklich ……. Nein, nein ich muß einschlafen.

Autor: Der Morgen nahte, die schwere Nacht war vergangen, das Unwetter hat sich gelegt. Die Mutter begegnete ihre Tochter mit feuchten Augen. Um ihr ermüdeter Gesicht zu verbergen wandte sich Maria ab.

Mutter: Guten Morgen Maria. Hast du dein vorhaben nicht geändert. Und wie hast du geschlafen?

Maria: Gut … Mutter doch mein vorhaben führe ich durch, weshalb soll ich aufgeben? Nein, in keinem Fall ich bin doch kein Kind mehr.

Mutter: Ich habe alles vorbereitet für die Reise, und noch wollte ich dir einige Verse aus der Bibel vorlesen. Ich lese 1.Tim 1: 6- 9.

Maria unterbricht sie.

Maria: Gut Mutter, ich gehe jetzt.

Autor: Die Mutter begleitete ihre Tochter bis ans Tor. Nachher als sie ins Haus kam fiel sie auf die Knie und schüttete ihr Herz vor dem lebendigen Gott aus, der sie immer wieder bis jetzt getröstet hatte. Die Tochter ging fort ohne sich umzuschauen, damit die Mutter nicht erfährt, das sie auch weint. Sie hatte Angst durch Muttertrânnen sich doch noch umstimmen zu lassen. Als Maria an den bestimmten Platz kam, war der Wagen schon da. Sie stieg eilends hinein und begab sich auf den Weg. Die Straßen waren zu mit Schnee, deshalb mußten sie oft anhalten. Sie beschäftigte sich laufend mit den einen Gedanken:“ Solltest du nicht zurück kehren solange es nicht zu spät ist?“ Aber das stolze „ich“ wollte sich nicht beugen.
Das Unglück kam unerwartet. Wegen einer Panne konnte das Auto nicht weiter fahren. Nun wartete sie in der Hoffnung, mit einem anderen vorbeifahrendem Auto in die Stadt zu kommen. Aber vergeblich, wahrscheinlich hat sich niemand gewagt auf die Reise zu begeben bei so einem Wetter. Die Uhr zeigte schon späten Nachmittag, der kurze Wintertag war schnell zu ende, und die dunkle Nacht brach ein. Es hat wieder angefangen zu schneien und bald hob sich ein großer Sturm, so das der Weg nicht mehr zu erkennen war. Die Lage in der sie jetzt waren, zwang sie in der Nacht zu verbringen unter dem freien Himmel. Maria war ganz leicht angezogen. Am anderen Tag, fand man sie fast erfroren. Maria war bewußtlos …….
Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht. Nach dem Maria vom Arzt untersucht wurde, brachte man sie in ein anderes Zimmer. Der zustand der Kranker war beunruhigend. Nach einer weile kam der Arzt wieder, es kamen auch andere Kranke herbei….

1 Kranke: Was ist mir ihr?

2 Kranke: Ich habe gehört sie ist erfroren.

1 Kranke: Und besteht denn noch eine Hoffnung?

Arzt: Ruhe, waret vollkommene Stille. Ja, es ist gefährlich. Ich glaube wir können ihr nicht helfen, alle unsere Bemühungen sind zwecklos. Meiner Ansicht nach lebt sie nicht länger als 3 Stunden. Man muß sofort ihrer Mutter telegrafieren, wenn sie zu sich kommt ruft uns bitte sofort.

Lied (wenn du noch eine Mutter hast)

Autor: Als die Situation besprochen wurde, gingen sie alle aus dem Zimmer raus und haben nicht gemerkt, das Maria zu sich kam und hörte ihr Gespräch mit.

Maria: Vermute …. 3 Stunden …… Gefährlich ….. das Telegramm…….. Mutter, o liebe Mutter ….., wo ist denn dein Gott, o schrecklich!!

2 Kranke: Beruhigen sie sich bitte, sie werden leben. Sie sind doch noch so jung,

Maria: Qual, welche Qual! Leute, bekehret euch zu Gott solange die Gnadenzeit für euch da ist. Mutter, verzeih es mir, ich habe kein Abschied von dir genommen. Leute, betet, es gibt eine Ewigkeit, Gott, Hölle, demütigt euch vor Gott.
Liebe Mutter du wolltest mich retten, ich aber habe Gottes Geist von mir gestoßen! Leute, das Gericht Gottes nahet, laßt euch versöhnen mit Gott..!

Musik

Autor: Der Posttrâger erreichte das Häuschen der Witwe. Als sie die Tür öffnete und den Posttrâger sah, erschrak sie, erfüllt mit einem schwerem Gefühl. Die Kräfte haben sie verlassen. Kaum erreichte sie den Stuhl, setzte sich nieder und mit zitternden Händen öffnete sie das Telegramm, welche den Zustand ihrer Tochter berichtete. Mit Hilfe Gottes begab sie sich auf den Weg. Mit einem weißen Mantel auf den Schultern überschritt die alte Frau die Schwelle des Zimmers. Unbeweglich sah sie ihre Tochter im Bett liegen. Als die Maria die Mutter sah, fuhr sie plötzlich auf mit ihrem ganzem Körper ihr entgegen, aber die Kräfte verließen sie sofort. Im Bewußtsein ihres Todes schaute sie verzweifelt auf ihre Mutter und sagte laut……..

Maria: Mutter, liebe Mutter wo ist dein Gott? Mutt……………

Autor: Mit diesem nicht vollendetem Worte schließ sich das Leben eines junges Mädchens. Der Tod, danach aber das Gericht.
In diesen letzten Stunden vor ihrem Tode wurde ihr der ganze Lebenslauf vor Augen gestellt. Sie wollte beten, fand aber keine Worte. Im Augenblick sah sie ihre Mutter, die sie so oft betrübt und viel widersprochen hatte, und Herzeleid angetan hatte. Maria hätte jetzt gerne ihr Leben geändert, aber zu spät auf immer zu spät!
Lieber Freund, seist du jung oder alt, Heute bist du hier in diesem Saal um Gotteswort und diese Geschichte zu hören. Prüfe dich wie stehst du zu deinem Gott. Hast du dich einmal gefragt, im Aufblick auf Jesum: „ Was soll ich tun, das ich selig werde?“

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